Die Titelzeile klingt schon ein bisschen nach Boulevard-Presse. Hinter diesem Beitrag befindet sich aber hochwertiges Gedankengut. Natürlich alles in einer satirischen Packung verpackt.
Es geht hier nicht um einen Sketch oder eine Parodie. Nein nein, werte Freunde, ihr denkt ganz falsch. Es geht um meine Ex-Verlobte.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir wohnten einst bei einer guten Freundin von ihr zusammen in einer Wohngemeinschaft. Ich musste jedoch aus organisatorischen – irgendwelchen wichtigen – Gründen in meine Heimat reisen; es wartete sehr viel Arbeit auf mich.
Jedenfalls haben wir uns noch lieblich verabschiedet. Ich habe meine sieben Sachen samt Kater sowie mein Netbook mitgeschleppt. Das einzige Gerät, was dort verblieb, ist mein iPhone 4.
Ich jedenfalls, glücklich bald meine Oma wiederzusehen, verbrachte die 9-stündige Zugfahrt in den Bummelzüggen mit dem Netbook und Surfstick. Voll im Glück getränkt mit meiner Verlobten, die nun immer weiter von mir verschwindet – bzw. ja eigentlich umgekehrt. Bin also ins Internet auf Wolke 7 gesurft, eine Community namens Chappy. Da kann man so verschiedene Stati auswählen, damit alle sehen, dass man zum Beispiel gerade auf dem Pott sitzt oder gleich mit den Brum-Brum irgendwo hinfährt. Ich persönlich habe mich dann für einen Verliebt-Status entschieden.
Selbstverständlich hat die Frauenwelt das anders aufgefasst. Und zwar mit Eifersucht. Prompt 2 Minuten später eine Chappy-Wuff-Wuff-Nachricht von meiner Verlobten: “Na wusst ichs doch hast ne neue wa”
Nicht wundern, keine Satzzeichen sind beabsichtigt. Ich kenne es gar nicht anders von ihr.
Ich hab gar nicht mitgezählt, wie oft ihr ihr verklickert habe, dass ich sie mit meinem Status meine, aber irgendwann war es mir zu bunt und die Luft war erstmal raus.
Nach der langen Bummelzugfahrt bin ich jedenfalls irgendwann angekommen bei meiner Großmutter. Für Entspannen gab es nicht viel Zeit. Ich musste Möbel schleppen und schauen dass meine Bude geräumt wird, da das Mietverhältnis beendet wurde.
Irgendwann innerhalb der 7 Zage, die ich in Rostock war, meinte meine Verlobte dann sich mit Telefonterror bei mir einzuklinken. Dann habe ich die Entscheidung gefällt, dass ich nicht zurück nach Thüringen fahre, sondern zu meinem besten Freund, den Daniel, der mir die Unterkunft auch schon angeboten hat.
Nachdem ich mit Rechner, Monitor, einigen Sachen und Tralala also in Richtung Sauerland gefahren bin und einige Zeit dageblieben war. Gab es ein Beziehungstief. Sie sagte, ich hätte mich “verändert” seitdem ich bei meinem Freund bin. Sicher habe ich das, und das aus gutem Grund. Ich genoss meine Freiheiten. Lange Zeit wurde ich auf Schritt und Tritt kontrolliert. Irgendwann habe ich dann die Schnauze voll gehabt. Das war heute vor 4 Tagen.
Und ich war zwischenzeitlich nicht noch mal wieder zu ihr zurückgekehrt.
War da nicht was? Ja, das iPhone. Das liegt noch immer bei ihr.
Als ich zuvor noch mit ihrer Freundin geschreiben habe versprach man mir das iPhone zurückzuschicken. Pustekuchen, wie sich dann rausstellte.
Auf meine Nachfrage, wann ich das iPhone denn nun zugeschickt bekomme, kam nie eine Reaktion. Nach einer Woche – sprich heute – habe ich dann mit einer Anzeige zwecks Unterschlagung gedroht.
Dann habe ich plötzlich eine Antwort bekommen – eine Drohung. Man würde mich “persönlich” besuchen kommen. Man = Der Mitbewohner der besten Freunden meiner Verlobten. Wirklich zu interessieren scheint meiner E-Verlobten das aber nicht. Ich habe mehrmals versucht das “Problem”, welches keines war, auf eine friedliche Weise zu lösen.
Doof, dass es sowas wie Polizeischutz gibt, und das Gerede eh nur heiße Luft ist. Schwupps, bin ich raus aus der “gefährlichen” Nummer. Und die Freundin, die mir versprochen hatte, mir das iPhone zuzuschicken, ist mir dann auch noch in den Rücken gefallen.
Mit dem heutigen Tag habe ich eine Frist von 7 Tagen gesetzt. Sollte das iPhone bis dahin nicht auf meinem Tisch liegen, gibt es die Anzeige.
Schade, dass man immer feststellen muss, dass gerade die Menschen denen man am meisten vertraut haben dieses ausgenutzt haben. Am Ende siegt die Hinterhältigkeit, nicht die Ehrlichkeit.
Ich werde berichten, wie sich die Situation entwickelt.
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